Informationen zur Christuskirche Hetzerath

„Das ist wahrlich kein leichter Beschluss“, so Renate von Schubert, Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang. „Aber wir bereiten uns auf die Zukunft vor, damit unsere Gemeinde auch künftig gut aufgestellt ist.“ Die evangelische Christuskirche in Hetzerath soll geschlossen werden. Dies teilte die Kirchengemeinde am Donnerstag, 20.03.2025, im Rahmen einer Gemeindeversammlung mit.

Dieser Entschluss ist dem Presbyterium nicht leicht gefallen – und wurde nach einer gründlichen Analyse und auch in dem Bewusstsein getroffen, dass „jede Kirche, jedes Kirchengebäude nicht nur mit historischen Fakten und Geschichten, sondern insbesondere auch mit „persönlichen Lebensgeschichten“, mit Menschen und ihren Geschichten, verbunden und verknüpft ist“, so von Schubert. Die Christuskirche in Hetzerath ist seit 1963 so ein Ort, an dem viel „Lebensgeschichte“ passiert ist und mit dem viele und vielfältige Erinnerungen verknüpft sind.

Neben den Kirchen und Gemeindezentren in Schweich, Ehrang, Gusterath, der Johannes Kapelle in Grünhaus sowie der angemieteten Gottesdienststätte in Trierweiler gehört die Christuskirche Hetzerath zur Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang, zum Pfarrbezirk 3, zu dem auch das Gemeindezentrum in Schweich zählt.

Ursprünglich als Kirche für ein mögliches, später nicht realisiertes Neubaugebiet etwas außerhalb des Ortes geplant, steht sie seitdem fast am Rande von Hetzerath. Und auch wenn noch regelmäßige, wenngleich wenige Gottesdienste gefeiert werden, und die Gemeindeglieder „ihre“ Christuskirche vermissen werden, ist die Entscheidung gefallen. Dies ist dem Presbyterium nicht leicht gefallen, aber auch mit Blick auf die letztlich geringe Nutzung der Kirche im Zusammenspiel mit den anderen Kirchen der Gemeinde, sowie hinsichtlich der zu erwartenden künftigen Gemeindeentwicklung als auch aller zu erwartenden Finanzprognosen letztlich sinnvoll und zukunftsweisend.

Eine weitere mitentscheidende Rolle spielt zudem der Prozess der Treibhausgasneutralität der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Bereits 2022 hat die Landessynode der EKiR den Beschluss gefasst, dass ihre Gebäude bis 2035 treibhausgasneutral werden müssen. Um dies umsetzen zu können, bedarf es auch in der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang eine Gebäudebedarfsplanung – und vor dem Hintergrund, dass die Hetzerather Kirche so stark renovierungsbedürftig ist, dass im Gesamtkontext der gemeindlichen Gebäudebedarfe und Nutzungen der notwendige Aufwand nicht vertretbar ist, ist die Entscheidung gefallen.

Und so gilt es, sobald alle weiteren, auch formalen Schritte auf dem Weg zu einer so genannten Entwidmung der Kirche gegangen sind, Abschied zu nehmen. Aber klar ist dabei auch: Im 3. Pfarrbezirk bleibt das Gemeindezentrum in Schweich bestehen und lädt weiterhin zu Gottesdiensten, Festen, Gruppen und Kreisen ein – um in Zukunft auch in und für Hetzerath, Zemmer, Orenhofen, Schleidweiler sowie ab Schweich moselaufwärts lebendige, einladende Gemeinde sein und bleiben zu können.

Was mit dem Kirchengebäude in Hetzerath passiert, ist zur Zeit noch offen, eine würdevolle Nachnutzung des Kirchengebäudes steht dabei jedoch an erster Stelle.


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